„Was wehtut, wächst“ – die Radsport-Philosophie eines jeden Wahnsinnigen"
Manche Radfahrer haben ihre Rituale. Andere – ihre Glückssocken.
Unser Meister hingegen hat seine eigene, absolut unbezahlbare Trainingsregel, die er häufiger wiederholt als „Guten Morgen“:
„Wenn es wehtut, wächst es.“
Das ist keine gewöhnliche Redewendung.
Das ist eine Lebenseinstellung.
Das ist eine Mentalität.
Das ist die Erklärung für alle, die fragen:
„Łukasz, warum quälst du dich so?“
Es tut weh? Das bedeutet, dass etwas passiert.
Jeder Radfahrer kennt diesen Moment:
die Beine brennen, der Puls schießt in die Stratosphäre und der Anstieg vor einem sieht aus wie eine Wand.
Dann wählen die meisten von uns eine von zwei Optionen:
-
wir werden langsamer,
-
wir beten, dass es bald bergab geht.
Unser Kollege wählt die dritte: Er schaltet im Kopf auf „M“ wie Marathon und gibt Gas.
Denn in seiner Welt ist Schmerz kein Hindernis – es ist eine Information:
„Hallo, Alter, du baust gerade Form auf!“
Warum funktioniert diese Regel?
Weil sie drei der besten Elemente der Radfahrerpsychologie vereint:
1. Schmerz = Reiz
Wenn der Körper herausgefordert wird, passt er sich an.
Höhere Laktatschwelle.
Größere Ermüdungstoleranz.
Stärkere Beine.
Ja, das alles passiert genau dann, wenn es wehtut.
2. Der Kopf macht die Arbeit
Łukasz fährt viel, stark und… ohne Unterhose (aber das wisst ihr ja schon ) :D.
Er weiß auch, dass die wichtigsten Muskeln im Radsport versteckt sind – im Kopf.
Wenn der Verstand sagt „Du schaffst das“, fahren die Beine einfach weiter.
3. Zufriedenheit danach
Dieser Moment, wenn man den Anstieg beendet, von dem man dreimal umkehren wollte?
Das ist Radfahrer-Gold.
Und Łukasz lebt genau für diese Momente.
„Wenn es wehtut, wächst es“ in der Praxis
- Anstieg? Die letzten 200 m nochmals Gas geben.
- Intervall? Wenn du die Kraft hast zu sagen „Ich kann nicht mehr“, bedeutet das, dass du es doch kannst.
- Training nach der Arbeit? 30 Minuten lassen auch wachsen.
- Krise beim Marathon? Entscheide, dass es keine Krise, sondern Anpassung ist.
Und wenn man Łukasz fragt, woher diese Philosophie stammt, antwortet er mit einem Lächeln:
„Weil es anders nicht geht.“
Ist Schmerz das Ziel? Natürlich nicht.
Das Ziel ist Entwicklung, und Schmerz ist die Information, dass man einen Schritt in Richtung besserer Form macht.
Und obwohl jeder von uns seine Grenze, sein Tempo und seine Einschränkungen hat –
Łukasz erinnert uns daran, dass die größten Veränderungen nicht dann geschehen, wenn es einfach ist, sondern dann…
wenn es in den Beinen etwas brennt.
Goldener Gedanke ...
„Wenn es wehtut, wächst es. Wenn es nicht wehtut… dann fahr stärker.“
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